Ferienbeginn, Freitagabend oder einfach Pech mit dem Timing: Vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen kann sich schnell eine lange Schlange bilden. Genau hier soll der Fast Track am Flughafen helfen. Statt dich an der regulären Warteschlange anzustellen, nutzt du einen separaten Zugang und kannst dadurch im besten Fall deutlich schneller zur eigentlichen Kontrolle gelangen.
Doch wer darf den Fast Track eigentlich nutzen? Ist er nur für Business-Class-Reisende gedacht? Kann man ihn auch mit einem Economy-Ticket buchen? Und bedeutet Fast Track wirklich, dass du früher am Flughafen sein kannst? Wir erklären dir, wie Fast Track am Flughafen funktioniert, wer Zugang bekommt und wann sich der Service tatsächlich lohnt.
Das Wichtigste zum Fast Track am Flughafen auf einen Blick
Ein Fast Track ist ein separater beziehungsweise bevorzugter Zugang zur Sicherheitskontrolle. Dadurch können berechtigte Reisende die reguläre Warteschlange umgehen oder eine eigene Spur nutzen. Wer Zugang bekommt, unterscheidet sich allerdings je nach Flughafen und Airline. Möglich sind beispielsweise Zugang über die Reiseklasse, einen Vielfliegerstatus, eine separat gebuchte Zusatzleistung oder besondere Regelungen des jeweiligen Flughafens.
Wichtig: Der Fast Track am Flughafen ersetzt nicht die Sicherheitskontrolle. Du wirst genauso kontrolliert wie andere Passagiere, du kommst lediglich über einen bevorzugten Zugang dorthin.
Was ist Fast Track am Flughafen?
Fast Track bedeutet übersetzt so viel wie „schnelle Spur“. Am Flughafen bezeichnet der Begriff meist einen separaten Zugang zur Sicherheitskontrolle, der nur von bestimmten Passagieren genutzt werden darf. An manchen Flughäfen heißen entsprechende Angebote auch Fast Lane oder Priority Lane.
Der entscheidende Vorteil liegt vor allem vor der eigentlichen Kontrolle: Statt in der normalen Schlange zu warten, gelangst du über einen gesonderten Zugang zur Kontrollstelle. Das kann an einem ruhigen Dienstagmorgen kaum einen Unterschied machen. Während der Ferienzeit oder zu besonders stark frequentierten Abflugzeiten können wenige Minuten Wartezeit gegenüber einer langen Schlange allerdings einen erheblichen Unterschied machen.
Wie funktioniert Fast Track am Flughafen?
Der genaue Ablauf unterscheidet sich von Flughafen zu Flughafen. Das Grundprinzip ist jedoch meistens ähnlich.
1. Prüfen, ob du Fast-Track-Zugang hast
Bevor du am Flughafen einfach Richtung Priority Lane marschierst, solltest du überprüfen, ob du sie überhaupt nutzen darfst. Der Zugang kann beispielsweise Bestandteil deines Flugtickets oder eines bestimmten Vielfliegerstatus sein.
An einigen Flughäfen oder bei bestimmten Airlines gibt es außerdem zusätzliche Möglichkeiten. Entscheidend sind deshalb immer die aktuellen Bedingungen deines Flughafens und deiner Airline.
2. Check-in und Gepäckaufgabe erledigen
Fast Track bedeutet nicht automatisch, dass du auch beim Check-in oder bei der Gepäckaufgabe bevorzugt behandelt wirst. Hast du einen Koffer zum Aufgeben, musst du ihn zunächst wie vorgesehen einchecken.

Was danach eigentlich mit deinem Gepäck passiert, erklären wir dir in unserem Artikel „Was passiert mit dem Koffer nach dem Check-in?“
3. Fast-Track-Spur suchen
An der Sicherheitskontrolle hältst du nach Hinweisen wie „Fast Track“, „Fast Lane“ oder „Priority“ Ausschau. Dort wird in der Regel geprüft, ob du zur Nutzung berechtigt bist, beispielsweise über deine Bordkarte beziehungsweise die entsprechende Zugangsberechtigung. Anschließend gelangst du über die bevorzugte Spur zur Sicherheitskontrolle.
4. Sicherheitskontrolle ganz normal durchlaufen
Ein wichtiger Punkt wird beim Thema Fast Track gerne missverstanden: Fast Track bedeutet nicht weniger Sicherheitskontrolle. Die geltenden Sicherheitsregeln ändern sich dadurch nicht. Dein Handgepäck wird weiterhin kontrolliert und du musst die Vorgaben der jeweiligen Kontrollstelle beachten. Fast Track verkürzt also lediglich den Weg beziehungsweise die Wartezeit bis zur Kontrolle.
Wer darf Fast Track am Flughafen nutzen?
Eine allgemeingültige Regel gibt es nicht. Wer eine Fast Lane nutzen darf, bestimmen unter anderem Flughafen und Airline.
Business- und First-Class-Passagiere
Bei einigen Fluggesellschaften beziehungsweise Flughäfen kann der bevorzugte Zugang zur Sicherheitskontrolle zu den Vorteilen bestimmter Premiumtickets gehören. Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes Business-Class-Ticket an jedem Flughafen automatisch Fast-Track-Zugang beinhaltet. Prüfe deshalb vor deiner Reise die Leistungen deines konkreten Tickets.
Reisende mit Vielfliegerstatus
Auch ein entsprechender Status in einem Vielfliegerprogramm kann je nach Airline und Flughafen Zugang zu bevorzugten Sicherheitskontrollen ermöglichen. Welche Statusstufe dafür erforderlich ist, unterscheidet sich allerdings.
Economy-Passagiere
Auch mit einem Economy-Ticket ist Fast Track nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Je nach Flughafen und Airline kann es Möglichkeiten geben, einen bevorzugten Zugang separat zu erhalten oder zu buchen.
Ein gutes Beispiel dafür ist der Flughafen München: Dort können zeitkritische Passagiere im Terminal 2 unter bestimmten Voraussetzungen einen Fast Track nutzen, laut Flughafen unabhängig von Status und gewählter Reiseklasse. Das zeigt: Fast Track ist längst nicht ausschließlich ein Business-Class-Thema.
Was kostet Fast Track am Flughafen?
Darauf gibt es leider keine pauschale Antwort. Je nach Flughafen, Airline und Ticket kann Fast Track bereits inklusive sein, separat angeboten werden oder überhaupt nicht individuell buchbar sein. Deshalb solltest du vor dem Flug direkt beim Abflughafen beziehungsweise bei deiner Airline prüfen: Ist Fast Track in meinem Ticket enthalten? Kann ich den Zugang zusätzlich buchen? Gilt er für meinen konkreten Flug und mein Terminal?
Gerade bei Zusatzleistungen lohnt es sich außerdem, die Bedingungen genau zu lesen. Ein gebuchter Fast Track für die Sicherheitskontrolle bedeutet beispielsweise nicht automatisch Priority Check-in, bevorzugte Gepäckaufgabe oder schnelleres Boarding.
Fast Track, Priority Lane und reserviertes Zeitfenster: Was ist der Unterschied?
Hier wird es etwas verwirrend, denn Flughäfen verwenden unterschiedliche Systeme. Ein klassischer Fast Track beziehungsweise eine Priority Lane ist ein bevorzugter Zugang zur Sicherheitskontrolle. Daneben gibt es an einigen Flughäfen Systeme, bei denen Reisende vorab ein bestimmtes Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle reservieren können.
Das ist nicht automatisch dasselbe. Am Flughafen Frankfurt gibt es beispielsweise FRA SmartWay. Reisende können damit kostenlos vor der Reise ein Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle reservieren. Eine Zeitfensterreservierung kann also ebenfalls helfen, Wartezeiten besser planbar zu machen, sie sollte aber nicht pauschal mit einem kostenpflichtigen Fast-Track-Angebot gleichgesetzt werden.
Fast Track am BER: Gibt es eine Priority Lane?
Auch am Flughafen Berlin Brandenburg gibt es bevorzugte Zugänge. Am Sicherheitskontrollbereich 1 im Terminal 1 befindet sich beispielsweise der Zugang zur Priority Lane. Welche Passagiere sie konkret nutzen können, hängt von ihrer jeweiligen Berechtigung ab. Der BER weist außerdem darauf hin, dass Reisende grundsätzlich die Sicherheitskontrollen in Terminal 1 und Terminal 2 nutzen können und von den Kontrollstellen sämtliche Abfluggates erreichbar sind.

Vor Ort und online werden zudem die aktuellen Wartezeiten der Sicherheitskontrollen angezeigt. Das kann auch ohne Priority-Zugang praktisch sein: Ist eine andere Kontrollstelle deutlich leerer, kannst du gegebenenfalls einfach dorthin gehen.
Fast Track am Flughafen München
Am Flughafen München gibt es im Terminal 2 ein besonders interessantes Fast-Track-System. Dort können Passagiere mit zeitkritischen Abflügen zu ausgewählten Destinationen einen beschleunigten Zugang zur Sicherheitskontrolle erhalten. Welche Flüge berechtigt sind, wird vor Ort angezeigt. Die entsprechenden eGates lassen nur Bordkarten der berechtigten Flüge passieren.
Der Flughafen München erklärt ausdrücklich, dass dieses Angebot unabhängig von Status und Reiseklasse genutzt werden kann, sofern der jeweilige Flug dafür freigeschaltet ist. Darüber hinaus gibt es dort für Passagiere bestimmter Airlines eine weitere Möglichkeit: Wer regelkonformes Handgepäck an dafür vorgesehenen Stellen kostenlos aufgibt, kann unter den vom Flughafen genannten Voraussetzungen für den Fast Track freigeschaltet werden.
Das Beispiel zeigt ziemlich gut, warum du dich nicht allein auf die Aussage „Fast Track gibt es nur mit Business Class“ verlassen solltest.
Fast Lane am Flughafen Frankfurt
Auch Frankfurt nutzt Fast Lanes an vielen großen Sicherheitskontrollen. Das System funktioniert dort allerdings anders: Wird dein Flug auf den Fast-Lane-Anzeigetafeln an der Kontrollstelle angezeigt, darfst du die entsprechende Fast Lane nutzen. Die Fast Lane ist damit insbesondere dafür gedacht, Passagieren bei zeitkritischen Abflügen einen schnelleren Weg Richtung Gate zu ermöglichen. Zusätzlich bietet Frankfurt mit FRA SmartWay die Möglichkeit, kostenlos ein Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle zu reservieren.
Lohnt sich Fast Track am Flughafen?
Ob sich Fast Track lohnt, hängt vor allem davon ab, wann und wie du reist.
Fast Track kann sich besonders lohnen, wenn …
… du während Ferienzeiten oder an stark frequentierten Reisetagen fliegst. Auch bei sehr frühen Abflügen, engen Zeitplänen oder großen Flughäfen kann eine bevorzugte Sicherheitskontrolle angenehm sein. Wenn du mit kleinen Kindern reist, kann eine kürzere Warteschlange ebenfalls Gold wert sein. Eine halbe Stunde mit einem müden Kleinkind in einer Schlange fühlt sich schließlich ungefähr wie drei Werktage an.
Fast Track lohnt sich weniger, wenn …
… an der normalen Sicherheitskontrolle ohnehin kaum Wartezeit besteht. Wenn du für einen separaten Zugang bezahlen müsstest und die reguläre Schlange gerade fünf Minuten dauert, hält sich der Mehrwert verständlicherweise in Grenzen. Prüfe deshalb, sofern möglich, die aktuellen Wartezeiten am Flughafen.
Wie viel Zeit spart Fast Track am Flughafen?
Eine feste Zeitersparnis lässt sich nicht seriös versprechen. Wie schnell du durchkommst, hängt unter anderem vom Passagieraufkommen, der Anzahl geöffneter Kontrollspuren und der Situation an der Sicherheitskontrolle ab.
Fast Track bedeutet deshalb nicht automatisch „in fünf Minuten durch“. Der Service kann die Wartezeit vor der Kontrolle reduzieren – eine Garantie für eine bestimmte Dauer ist er aber nicht.
Muss ich mit Fast Track später am Flughafen sein?
Darauf solltest du dich nicht verlassen. Auch mit Fast Track können beim Check-in, bei der Gepäckaufgabe, an der Passkontrolle oder auf dem Weg zum Gate Wartezeiten entstehen. Hinzu kommen Boarding-Fristen der Airline.
Fast Track ist deshalb eher ein zusätzlicher Zeitpuffer beziehungsweise Komfortvorteil als eine Einladung, möglichst knapp am Flughafen aufzutauchen. Informiere dich weiterhin über die von deiner Airline empfohlenen Check-in- und Boardingzeiten.
Ist Fast Track dasselbe wie Priority Boarding?
Nein.
Fast Track betrifft in diesem Zusammenhang den bevorzugten Zugang zur Sicherheitskontrolle.
Priority Boarding betrifft dagegen das Einsteigen ins Flugzeug. Passagiere mit Priority Boarding dürfen – abhängig vom jeweiligen Boardingverfahren – früher beziehungsweise in einer bevorzugten Boardinggruppe an Bord.
Du kannst also Fast-Track-Zugang haben, ohne Priority Boarding zu besitzen – und umgekehrt.
Ist Fast Track dasselbe wie eine Flughafen-Lounge?
Ebenfalls nein. Eine Flughafen-Lounge ist ein separater Aufenthaltsbereich hinter beziehungsweise teilweise auch vor bestimmten Kontrollen, in dem Reisende je nach Lounge beispielsweise Sitzmöglichkeiten, Essen, Getränke oder WLAN nutzen können.

Fast Track soll dagegen den Weg durch die Sicherheitskontrolle beschleunigen. Beide Leistungen können Bestandteil eines Premiumtickets oder Statusvorteils sein, müssen aber nicht zusammengehören.
Wie Lounges funktionieren und ob du auch mit einem Economy-Ticket hineinkommst, erklären wir dir in unserem Artikel „Was ist eine Flughafen-Lounge?“
HerNow-Tipp: Prüfe vor dem Flug drei verschiedene Angebote
Bevor du Geld für einen Fast Track ausgibst, schau auf der Website deines Abflughafens nach. Suche dabei nicht nur nach „Fast Track“, sondern auch nach Priority Lane, Fast Lane und Zeitfenster Sicherheitskontrolle.
Warum? Weil Flughäfen unterschiedliche Namen und Systeme verwenden. Möglicherweise stellst du fest, dass dein Ticket bereits einen bevorzugten Zugang enthält – oder dass dein Flughafen sogar eine kostenlose Zeitfensterreservierung anbietet.
FAQ zum Fast Track am Flughafen
Was bedeutet Fast Track am Flughafen?
Fast Track bezeichnet meist einen bevorzugten Zugang zur Sicherheitskontrolle. Berechtigte Passagiere können eine separate Spur nutzen und dadurch möglicherweise die Wartezeit vor der Kontrolle reduzieren.
Kann jeder Fast Track am Flughafen buchen?
Nein. Das hängt vom jeweiligen Flughafen und der Airline ab. Manche Angebote können separat gebucht werden, andere sind bestimmten Tickets oder Statuskund:innen vorbehalten. Wieder andere Fast Lanes werden nur für zeitkritische Flüge freigegeben.
Kann ich Fast Track mit Economy nutzen?
Ja, das kann möglich sein. Ein Economy-Ticket schließt Fast Track nicht grundsätzlich aus. Entscheidend sind die Bedingungen des jeweiligen Flughafens und der Airline.
Ist die Sicherheitskontrolle beim Fast Track weniger streng?
Nein. Fast Track bedeutet nicht, dass Sicherheitsvorschriften entfallen. Der Vorteil besteht im bevorzugten Zugang zur eigentlichen Kontrolle.
Ist Fast Track kostenlos?
Das kann der Fall sein. Manche Fast-Track-Angebote sind im Ticket oder als Statusvorteil enthalten. Andere können kostenpflichtig sein. Daneben gibt es kostenlose Angebote wie bestimmte reservierbare Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle.
Kann ich mit Fast Track später zum Flughafen kommen?
Das ist nicht empfehlenswert. Fast Track kann die Wartezeit an der Sicherheitskontrolle reduzieren, verhindert aber keine Verzögerungen beim Check-in, bei der Gepäckaufgabe, Passkontrolle oder beim Boarding.
Ist Fast Track dasselbe wie Priority Boarding?
Nein. Fast Track betrifft in der Regel die Sicherheitskontrolle, Priority Boarding dagegen das bevorzugte Einsteigen ins Flugzeug.
Fazit: Fast Track am Flughafen kann Wartezeit sparen
Der Fast Track am Flughafen kann besonders an vollen Reisetagen angenehm sein. Statt dich an der regulären Warteschlange anzustellen, nutzt du einen bevorzugten Zugang zur Sicherheitskontrolle. Wie du Zugang bekommst, ist allerdings nicht überall gleich. Business- oder First-Class-Tickets und ein entsprechender Vielfliegerstatus können eine Möglichkeit sein – an einigen Flughäfen gibt es aber auch Lösungen für Economy-Passagiere oder zeitkritische Flüge.
Deshalb lohnt sich vor jeder Reise ein kurzer Blick auf die Website deines Abflughafens und in die Buchungsdetails deiner Airline. Und ganz wichtig: Fast Track macht die Warteschlange möglicherweise kürzer. Die Sicherheitskontrolle selbst überspringst du damit nicht.
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