Ob ein Vorname etwas über das spätere Einkommen verrät? Natürlich nicht direkt. Trotzdem sorgt eine aktuelle Analyse des Vergleichsportals Verivox derzeit für Diskussionen. Dafür wurden mehr als 250.000 anonymisierte Ratenkreditanfragen ausgewertet und untersucht, welches durchschnittliche Nettoeinkommen Menschen mit bestimmten Vornamen angeben. Das Ergebnis überrascht: Zwischen einigen Namen liegen beim durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen mehr als 1.000 Euro Unterschied.
Die Frauennamen mit dem niedrigsten Durchschnittsgehalt
Laut der Verivox-Auswertung liegen diese Vornamen am Ende des Rankings:
- Michelle – 1.828 Euro netto
- Selina – 1.828 Euro netto
- Alina – 1.882 Euro netto
- Chantal – 1.899 Euro netto
- Jacqueline – 1.907 Euro netto
Auffällig ist, dass viele dieser Namen besonders in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren beliebt waren.
Die Männernamen mit dem niedrigsten Durchschnittsgehalt
Auch bei den Männern zeigt die Analyse deutliche Unterschiede:
- Justin – 1.923 Euro netto
- Leon – 1.952 Euro netto
- Luca – 2.026 Euro netto
- Niklas/Niclas – 2.094 Euro netto
- Tim – 2.108 Euro netto
Während Männer mit Namen wie Karsten, Holger oder Jörg laut Analyse im Schnitt über 3.000 Euro netto verdienen, liegen die jüngeren Namen deutlich darunter.
Der eigentliche Grund hat nichts mit dem Namen zu tun
Bevor jetzt jemand seinem Vornamen die Schuld für das Gehalt gibt: Verivox betont selbst, dass nicht der Name das Einkommen beeinflusst. Vielmehr spiegeln Vornamen oft das Alter einer Generation wider. Ein Karsten oder Holger ist heute im Durchschnitt deutlich älter als ein Justin oder Leon. Ältere Beschäftigte verfügen häufig über:
- mehr Berufserfahrung
- längere Betriebszugehörigkeit
- höhere Positionen
- bessere Gehaltsstufen
Genau deshalb liegen ihre Durchschnittseinkommen oft höher.
Trotzdem zeigt die Studie ein interessantes Phänomen
Die Analyse macht vor allem sichtbar, wie stark Alter und Karrierephase das Einkommen beeinflussen können. Denn viele der Namen am oberen Ende des Rankings stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren, während die Namen am unteren Ende häufig deutlich jüngeren Generationen zugeordnet werden.

Anders gesagt: Es geht weniger um den Vornamen selbst, sondern vielmehr darum, in welcher Lebens- und Karrierephase sich die Menschen typischerweise befinden.
Das Fazit: Dein Name hat nichts mit dem Gehalt zutun
Michelle, Selina, Justin oder Leon gehören laut Verivox zu den Vornamen mit den niedrigsten durchschnittlichen Nettoeinkommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Name über den Kontostand entscheidet. Die Analyse zeigt vor allem einen Generationeneffekt: Ältere Jahrgänge verdienen aufgrund ihrer längeren Berufserfahrung häufig mehr als jüngere.
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