Gehaltsverhandlung: Wer diese eine Frage stellt, bekommt oft mehr Geld

Frau Gehaltsverhandlung

Für viele Menschen gehört die Gehaltsverhandlung zu den unangenehmsten Gesprächen im Job. Man möchte selbstbewusst wirken, aber nicht fordernd. Höflich bleiben, aber trotzdem mehr Geld herausholen. Genau deshalb scheitern viele schon an einem entscheidenden Punkt: Sie reden zu schnell über konkrete Zahlen. Karriereexpert:innen sagen inzwischen allerdings, dass oft eine einzige Gegenfrage die komplette Dynamik verändern kann. Um welche Frage es sich handelt, erfährst du in diesem Artikel.

Die Frage lautet: „Welchen Rahmen haben Sie für die Position vorgesehen?“

Klingt simpel, kann aber extrem wirkungsvoll sein. Denn viele Bewerber:innen oder Mitarbeitende machen den Fehler, direkt selbst eine Zahl zu nennen. Wer dabei zu niedrig ansetzt, verkauft sich oft unter Wert. Genau deshalb empfehlen Expert:innen häufig, die Gehaltsfrage zunächst zurückzugeben.

Die Gegenfrage: „Welchen Gehaltsrahmen haben Sie für die Position vorgesehen?“
oder „Welche Budgetspanne ist für diese Rolle eingeplant?“ kann dabei helfen, zuerst die Erwartungen des Unternehmens kennenzulernen.

Warum diese Strategie bei der Gehaltsverhandlung so gut funktioniert

Psychologisch hat die erste genannte Zahl in Verhandlungen oft enormen Einfluss. Expert:innen sprechen hier vom sogenannten „Ankereffekt“. Wer zuerst eine Summe nennt, setzt damit unbewusst den Rahmen für das gesamte Gespräch. Und genau deshalb kann es sinnvoll sein, die andere Seite zuerst sprechen zu lassen. Denn viele unterschätzen ihren Marktwert komplett. Besonders Frauen verhandeln laut Studien oft vorsichtiger oder fordern niedrigere Summen.

Gehaltsverhandlung: Viele unterschätzen ihren Marktwert.

Gehaltsverhandlung: Dieser Fehler kostet viele bares Geld

Viele gehen mit Aussagen wie:

  • „Ich hätte gerne etwas mehr“
  • „Vielleicht wäre eine Anpassung möglich“
  • oder „Ich finde, ich verdiene langsam mehr“

in die Verhandlung. Das Problem: Solche Aussagen wirken unsicher und wenig konkret. Karriereexpert:innen empfehlen stattdessen klare Argumente und nachvollziehbare Zahlen. Besonders wichtig: Nicht private Gründe nennen.

Steigende Mieten oder höhere Lebenshaltungskosten sind zwar real – für Arbeitgeber zählen in Verhandlungen aber vor allem Leistung und Mehrwert fürs Unternehmen.

Welche Argumente wirklich überzeugen

Expert:innen empfehlen vor allem messbare Leistungen:

  • erfolgreiche Projekte
  • Umsatzsteigerungen
  • neue Verantwortungsbereiche
  • zusätzliche Qualifikationen
  • Prozessverbesserungen

Je konkreter die Beispiele, desto stärker wirkt die Verhandlung. Statt: „Ich arbeite sehr viel“ wirkt deshalb eher: „Ich habe im letzten Quartal Projekt X erfolgreich umgesetzt und die Bearbeitungszeit um 20 Prozent reduziert.“

Wie viel mehr Gehalt überhaupt realistisch ist

Auch das fragen sich viele. Laut Karriere-Coaches gelten bei bestehenden Jobs oft etwa drei bis sieben Prozent mehr Gehalt als realistischer Rahmen. Bei neuen Aufgaben oder Beförderungen können teilweise auch zehn bis fünfzehn Prozent möglich sein. Bei einem Jobwechsel fallen die Sprünge häufig noch größer aus.

Warum Timing fast wichtiger ist als die perfekte Formulierung

Viele sprechen das Thema Gehalt spontan oder aus Frust an. Expert:innen halten genau das für einen großen Fehler. Der bessere Zeitpunkt:

  • nach erfolgreichen Projekten
  • bei neuen Aufgaben
  • im Jahresgespräch
  • nach positiven Feedbacks

Denn dann ist der eigene Wert für das Unternehmen besonders sichtbar.

Was du tun solltest, wenn die Antwort „Nein“ lautet

Auch das gehört zu guten Verhandlungen dazu. Karriereexpert:innen empfehlen in solchen Fällen, ruhig nachzufragen:

  • Was müsste sich ändern?
  • Welche Ziele sollte ich erreichen?
  • Wann könnten wir erneut darüber sprechen?

So bleibt das Gespräch konstruktiv und man signalisiert Professionalität statt Frust.

Das Fazit: Erwähne bei Gerichtsverhandlungen keine Zahl

Wer in Gehaltsverhandlungen sofort selbst eine Zahl nennt, verschenkt manchmal unbewusst Geld. Genau deshalb kann eine einfache Gegenfrage überraschend wirkungsvoll sein: „Welchen Rahmen haben Sie für die Position vorgesehen?“

Noch wichtiger sind allerdings gute Vorbereitung, konkrete Leistungsargumente und selbstbewusstes Auftreten. Denn am Ende entscheidet selten nur eine Zahl – sondern vor allem, wie überzeugend man den eigenen Wert vermittelt.

Hier findest du mehr Artikel:

Hinterlasse einen Kommentar