Was viele beim Waschen von Unterwäsche falsch machen

Frau Unterwäsche waschen

Unterwäsche gehört zu den Kleidungsstücken, die wir wahrscheinlich am häufigsten waschen, und trotzdem machen viele dabei entscheidende Fehler. Das Problem: Die falsche Pflege sorgt nicht nur dafür, dass Slips, BHs oder Dessous schneller ausleiern, sondern kann auch hygienische Folgen haben.

Besonders feine Stoffe wie Spitze, Mikrofaser oder Seide reagieren empfindlich auf Hitze, falsches Waschmittel oder aggressive Programme in der Waschmaschine. Viele merken erst spät, dass genau ihre Wasch-Routine der Grund dafür ist, warum Unterwäsche plötzlich unbequem sitzt, ihre Form verliert oder schneller kaputtgeht. Dabei reichen oft schon ein paar kleine Veränderungen, damit deine Wäsche deutlich länger schön bleibt. Was du beim Waschen von Unterwäsche falsch machen kannst, liest du in diesem Artikel.

Fehler Nummer 1: Das Pflegeetikett ignorieren

Klingt banal, passiert aber ständig. Viele werfen ihre Unterwäsche einfach zusammen mit anderer Kleidung in die Maschine, ohne vorher auf die Waschsymbole zu achten. Dabei verrät das Etikett genau, welche Temperatur geeignet ist und ob ein Teil überhaupt maschinengeeignet ist. Gerade BHs mit Bügeln oder empfindliche Dessous sollten oft nur per Hand oder im Schonwaschgang gewaschen werden.

Besonders hohe Temperaturen können elastische Stoffe angreifen. Die Folge: ausgeleierte Bündchen, verzogene Cups oder poröse Gummibänder.

Warum zu heißes Waschen oft unnötig ist

Viele denken noch immer, Unterwäsche müsse grundsätzlich bei 60 Grad oder heißer gewaschen werden. Laut Expert:innen reicht für die meisten Wäschestücke jedoch bereits eine niedrigere Temperatur aus, vor allem bei empfindlichen Materialien.

Nur bei Krankheit oder besonders starker Verschmutzung können höhere Temperaturen sinnvoll sein. Im Alltag genügt häufig ein Waschgang bei 30 oder 40 Grad zusammen mit einem geeigneten Waschmittel. Das schont nicht nur die Stoffe, sondern auch Farben und Elastizität.

Fehler Nummer 2: Kein Wäschesäckchen benutzen

Dieser Fehler zerstört deutlich mehr Unterwäsche, als viele denken. Offene BH-Häkchen verhaken sich schnell in anderer Kleidung, Spitze kann reißen und Bügel verbiegen sich in der Trommel. Genau deshalb empfehlen Expert:innen, empfindliche Teile immer in einem Wäschesäckchen zu waschen.

Das schützt die Stoffe vor zu viel Reibung und verhindert gleichzeitig, dass kleine Teile verloren gehen oder sich verheddern. Gerade bei teurer Lingerie macht das oft einen riesigen Unterschied.

Diese Kombination solltest du lieber vermeiden

Viele werfen Socken, Sportkleidung und Unterwäsche gemeinsam in die Maschine. Praktisch vielleicht, ideal aber nicht unbedingt. Denn grobere Stoffe können empfindliche Materialien beschädigen. Außerdem können sich laut Expert:innen Bakterien und Keime leichter verteilen, wenn stark beanspruchte Kleidung zusammen mit Unterwäsche gewaschen wird. Deshalb lohnt es sich tatsächlich, Unterwäsche getrennt oder zumindest sorgfältig sortiert zu waschen.

Unterwäsche Waschmaschine
Unterwäsche waschen: grobere Stoffe können Materialien beschädigen.

Fehler Nummer 3: Unterwäsche in den Trockner werfen

Ja, der Trockner spart Zeit. Aber feine Unterwäsche liebt ihn leider überhaupt nicht. Die Hitze kann elastische Fasern porös machen und dafür sorgen, dass BHs oder Slips ihre Form verlieren. Besonders empfindliche Stoffe wie Spitze oder Seide reagieren darauf schnell. Lufttrocknen ist deshalb meistens die deutlich bessere Wahl.

Und noch ein kleiner Trick: BHs sollten nicht einfach an einem Träger aufgehängt werden. Dadurch kann sich das Material verziehen. Besser ist es, sie flach oder mittig aufzuhängen.

Warum auch das Waschmittel entscheidend ist

Nicht jedes Waschmittel passt automatisch zu empfindlicher Unterwäsche. Für feine Stoffe empfehlen viele Expert:innen Feinwaschmittel oder besonders milde Produkte. Aggressive Waschmittel oder zu viel Weichspüler können Fasern angreifen und die Elastizität beeinträchtigen. Vor allem bei Funktionsunterwäsche oder Shapewear kann falsches Waschmittel dafür sorgen, dass die Materialien schneller ihre Spannung verlieren.

Fehler Nummer 4: BHs zu oft, oder zu selten, waschen

Auch hier machen viele genau das falsche Maß. BHs müssen nicht zwingend nach jedem Tragen gewaschen werden. Zu häufiges Waschen kann die Lebensdauer verkürzen. Gleichzeitig sollten sie aber auch nicht wochenlang getragen werden, weil sich Hautfette, Schweiß oder Rückstände von Parfum und Creme im Stoff sammeln.

Expert:innen empfehlen häufig einen Mittelweg: normale BHs nach zwei bis fünfmal Tragen reinigen, Sport-BHs dagegen nach jedem Workout.

Das Fazit: Unterwäsche zu waschen ist gar nicht so kompliziert

Unterwäsche richtig zu waschen, ist eigentlich gar nicht kompliziert, viele Gewohnheiten sind allerdings schlicht falsch. Zu heißes Wasser, kein Wäschesäckchen oder der schnelle Gang in den Trockner sorgen oft dafür, dass Lieblingsstücke viel schneller kaputtgehen als nötig. Wer empfindliche Stoffe etwas schonender behandelt, hat meistens deutlich länger etwas von seiner Wäsche.

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