Blumen, Frühstück im Bett, selbstgemalte Karten. Muttertag fühlt sich nach Liebe an. Nach Familie. Nach etwas Schönem. Doch immer wieder hört man, dass der Muttertag etwas mit den Nazis zu tun hat. Was es damit wirklich auf sich hat, erfährst du in diesem Artikel.
Die Wahrheit zuerst: Der Muttertag kommt nicht von den Nazis
Vorneweg: Der Muttertag wurde nicht von den Nazis erfunden. Seinen Ursprung hat er in den USA. Die Frauenrechtlerin Anna Jarvis wollte Anfang des 20. Jahrhunderts einen Tag schaffen, um Mütter zu ehren und auch auf ihre Lebensrealität aufmerksam zu machen. Aus diesem Grund wurde der Muttertag 1914 dort offiziell eingeführt. Erst später kam die Idee nach Europa und auch nach Deutschland.
Muttertag & Nazis: Das steckt wirklich dahinter
In Deutschland bekam der Muttertag eine ganz andere Bedeutung. Die Nationalsozialisten haben den Tag nicht erfunden, aber für ihre Ideologie genutzt. Ab 1933 wurde er in „Ehrentag der deutschen Mutter“ umbenannt. Und ab ging es nicht mehr um Liebe, sondern um etwas ganz anderes.
Wie die Nazis den Muttertag verändert haben
Der Muttertag wurde Teil der Propaganda. Frauen wurden auf eine Rolle reduziert. Sie sollten Mutter sein, Kinder bekommen und dem Staat dienen. Das Idealbild war klar: Frauen sollten kinderreich sein, „arische“ Kinder gebären und sich für die Familie aufopfern.
Frauen mit vielen Kindern wurden sogar ausgezeichnet – mit dem sogenannten „Mutterkreuz“. Je mehr Kinder, desto höher die Auszeichnung.
Warum das bis heute nachwirkt
Dieses Bild von „der perfekten Mutter“, die alles gibt und sich selbst zurückstellt. Das kommt nicht einfach aus dem Nichts. Der Muttertag war damals ein Werkzeug, um genau dieses Bild zu verstärken. Und ein Teil davon ist bis heute geblieben.

Und trotzdem feiern wir den Muttertag heute noch
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Muttertag zurück, wieder in seiner ursprünglichen Bedeutung. Nämlich als Tag der Wertschätzung und nicht als politisches Instrument. Und genau so erleben ihn die meisten heute auch.
Fazit: Der Muttertag ist beides: Geschichte und Gefühl
Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue auf den Muttertag und trotzdem fühlt es sich irgendwie viel an. Der Druck, alles richtig zu machen. Die Erwartungen. Dieses „perfekte Mutter“-Bild.
Aber der Tag hat auch eine Geschichte, die viele nicht kennen. Und vielleicht hilft genau dieses Wissen ihn heute anders zu sehen: Weniger perfekt, weniger Druck, mehr echt.
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