Ich erinnere mich noch genau an diesen Moment. Ich stand in der Küche, völlig erschöpft, und meine Tochter hat mich einfach ignoriert. Ich habe etwas gesagt, keine Reaktion. Nochmal gesagt – nichts. Und irgendwann kam dieser Gedanke hoch: Warum respektiert sie mich eigentlich nicht? Ich glaube, viele Mamas kennen diesen Moment. Dieses Gefühl zwischen Frust, Zweifel und dem leisen Gedanken: Mache ich irgendwas falsch?
Kinder & Respekt: Was ich lange falsch verstanden habe
Ich dachte immer, Respekt bedeutet, dass mein Kind hört. Dass es „bitte“ sagt.
Dass es nicht widerspricht. Aber ehrlich? Das ist kein Respekt. Das ist Gehorsam. Und das ist ein riesiger Unterschied. Heute weiß ich: Respekt bedeutet nicht, dass mein Kind klein ist, sondern dass es sich gesehen fühlt. Denn Kinder lernen Respekt nicht durch Druck, sondern durch Beziehung.
Der Moment, der alles verändert hat
Irgendwann habe ich angefangen, mein Verhalten zu hinterfragen. Wie oft habe ich eigentlich selbst Dinge gesagt wie: „Jetzt hör endlich auf.“ „Das nervt.“ „Ich hab jetzt keine Zeit.“
Und gleichzeitig habe ich erwartet, dass mein Kind ruhig, verständnisvoll und respektvoll reagiert. Das passt einfach nicht zusammen. Kinder lernen vor allem durch das, was wir vorleben, nicht durch das, was wir sagen. Das war ehrlich gesagt ein kleiner Reality-Check für mich.
Was ich heute anders mache
Ich bin definitiv keine perfekte Mama. Aber ich habe ein paar Dinge verändert und die machen im Alltag einen riesigen Unterschied.
1. Ich spreche mit ihr, nicht über sie hinweg
Früher habe ich oft „von oben herab“ gesprochen. Schnell, gestresst, funktional. Heute versuche ich bewusst, auf Augenhöhe zu gehen. Nicht immer physisch, aber emotional. Denn Kinder verstehen Respekt vor allem über den Umgang miteinander.

2. Ich erkläre mehr auch wenn es länger dauert
Ja, es wäre oft einfacher zu sagen: „Weil ich es sage.“ Aber das bringt langfristig nichts. Wenn ich erkläre, warum etwas wichtig ist, merke ich: Sie versteht es wirklich und macht es eher freiwillig.
3. Ich akzeptiere ihre Gefühle (auch die nervigen)
Das war für mich der schwierigste Punkt. Wenn sie wütend ist, trotzig oder laut, ist mein erster Impuls oft: Mach das weg. Aber Gefühle sind kein Fehlverhalten. Wenn ich sie ernst nehme, fühlt sie sich gesehen und genau daraus entsteht Respekt.
4. Ich setze Grenzen , aber ohne Druck
Das klingt erstmal widersprüchlich. Aber Kinder brauchen beides: Nähe und klare Grenzen. Wenn alles erlaubt ist, fühlen sie sich unsicher. Wenn alles verboten ist, fühlen sie sich klein. Die Balance ist das Schwierige.
Was ich heute über Respekt gelernt habe
Respekt ist nichts, was du einforderst. Respekt ist etwas, das wächst. Langsam. Still.
Im Alltag. Wenn dein Kind merkt: Ich werde ernst genommen, ich darf ich sein und meine Mama sieht mich wirklich, dann passiert etwas ganz Spannendes: Es kommt zurück.

Und ja, es gibt immer noch diese Tage
Die Tage, an denen ich laut werde. An denen ich genervt bin. An denen nichts funktioniert. Aber ich habe aufgehört, perfekt sein zu wollen. Denn am Ende geht es nicht darum, alles richtig zu machen. Sondern darum, eine Beziehung zu haben, die trägt.
Mein Fazit als Mama
Ich dachte früher, Respekt bedeutet Kontrolle. Heute weiß ich: Respekt bedeutet Verbindung. Und genau das ist vielleicht das Wichtigste, was wir unseren Kindern mitgeben können.
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